Die 10 schlimmsten Schulprobleme und was Sie Sie dagegen tun können!
1. Schlechte Noten/Schlechtes Zeugnis
Beispiel: Elias versteht die Welt nicht mehr. Seit seinem Wechsel in die fünfte Klasse sind seine Noten dramatisch abgerutscht. Inzwischen traut er sich kaum noch gute Leistungen zu und hat wachsende Angst vor dem Versetzungszeugnis.
Mein Tipp: Gehen Sie auf Ursachensuche. Schlechte Noten können viele Gründe haben. Wenn die Ursache erkannt ist, kann auch daran gearbeitet werden. Elias braucht dringend Erfolgserlebnisse.
2. Mobbing/Ausgrenzung
Beispiel: Marie fühlt sich ausgegrenzt. In der Pause ist sie meistens alleine, oft tuscheln die anderen Mädchen über sie. In letzter Zeit verschwinden sogar Gegenstände aus ihrem Ranzen.
Mein Tipp: Marie braucht Hilfe von ihren Eltern und Lehrern. In der Schule muss konsequent gegen Mobbing vorgegangen werden. Dazu müssen Sie in so einem Fall die Lehrer informieren. Das Thema gehört in den Unterricht. Sie als Eltern können parallel dazu das Selbstbewusstsein Ihres Kindes stärken, indem Sie etwa für sportliche Erfolge sorgen oder Ihrem Kind immer wieder ganz deutlich sagen, dass es keine Schuld trifft an der
Situation.
3. Konzentration/ADHS
Beispiel: Amelie vergisst oft ihre Hausaufgaben und ist auch sonst sehr verträumt, sodass sie vieles im Unterricht nicht mitbekommt. Dass ihr Schulstoff fehlt, beginnt sich an den Noten bemerkbar zu machen.
Mein Tipp: Nicht immer ist mangelnde Konzentrationsfähigkeit die Ursache für Schwierigkeiten mit der Aufmerksamkeit. Auch fehlende Motivation kann eine Ursache sein. Langweilt Amelie sich vielleicht im Unterricht?
4. Prüfungsangst/Blackout in der Prüfung
Beispiel: Luca lernt sorgfältig für Klassenarbeiten. Trotzdem überfällt ihn regelmäßig Panik, wenn die Aufgabenblätter ausgeteilt werden. Er kann sich dann nicht mehr konzentrieren.
Mein Tipp: Bei Prüfungsangst handelt es sich fast immer um eine Versagensangst. Sprechen Sie mit Ihrem Kind durch, was schlimmstenfalls passieren könnte. Sichern Sie ihm für diesen Fall Ihre Unterstützung zu, sodass es die Angst vor dem Versagen verliert. Legen Sie anschließend Wert auf eine gründliche Vorbereitung, und denken Sie über Entspannungstechniken wie autogenes Training nach. Haben Sie Geduld: Prüfungsangst vergeht nur langsam.
5. Teilleistungsstörungen wie Legasthenie/Dyskalkulie
Beispiel: Gwendolins Rechtschreibung wird einfach nicht besser. Sie schreibt selbst bekannte, einfache Wörter immer wieder anders. Auch Benjamin ist verzweifelt, denn ihm fällt das Rechnen so schwer. Alles Lernen hilft nichts. Zusammen mit Eltern und Lehrern haben die Kinder schon alles Mögliche ausprobiert. Vergebens!
6. Stress mit den Lehrern
Beispiel: Carl fühlt sich immer wieder ungerecht von seiner Klassenlehrerin behandelt. Er hat das Gefühl, nichts richtig machen zu können. Seine Motivation ist auf dem Tiefpunkt.
Mein Tipp: Manchmal hilft eine gemeinsame Aussprache zwischen Eltern, Kind und Lehrer. Denn viele Probleme können im sachlichen Gespräch angesprochen und gelöst werden.
7. Verhaltensauffälligkeiten/ Rolle als Klassenclown
Beispiel: Luis stört immer wieder den Unterricht. Er bleibt nie an seinem Platz sitzen und redet ständig dazwischen. Der Lehrer ermahnt ihn permanent, und auch Luis fühlt sich in der Klasse nicht mehr wohl.
Mein Tipp: Luis’ Verhalten kann viele Gründe haben. Vielleicht ist er überfordert, gelangweilt oder er hat generell Probleme mit dem Stillsitzen.
8. Außenseiter sein/ Einsamkeit
Beispiel: Leo findet in seiner Klasse keine Freunde. Er wird nicht zu Geburtstagen eingeladen und trifft sich nachmittags nie mit Klassenkameraden.
Mein Tipp: Kein Kind ist gerne Außenseiter, das kränkt und schwächt das Selbstbewusstsein.
9. Zu schüchtern zum Melden oder Reden vor der Klasse
Beispiel: Sarah traut sich nicht, im Unterricht aktiv mitzuarbeiten. Ihre Noten wären besser, wenn sie sich regelmäßig melden würde.
Mein Tipp: Schüchternheit ist schwer abzulegen. In kleinen Mini-Schritten kann Sarah trotzdem mutiger werden, zum Beispiel die Hausaufgaben gut vorbereiten und sich dann zum Vortragen melden. So kann Sarah sicher sein, dass sie keine falsche Antwort gibt. Das baut auf und macht Mut für mehr.
10. Unterforderung/ Hochbegabung
Beispiel: Luisa konnte schon früh lesen, ist neugierig und hat eine schnelle Auffassungsgabe. Trotzdem werden ihre Noten immer schlechter.
Mein Tipp: Hochbegabte Kinder schalten im Unterricht irgendwann vor lauter Langeweile einfach ab. Dann bekommen sie die Inhalte nicht mehr mit und beginnen, schlechte Noten zu schreiben. Ein Intelligenztest gibt Aufschluss darüber, ob bei Luisa eine Hochbegabung vorliegt. Mit individuellen Aufgaben oder einem Klassenwechsel kann solchen Kindern der Spaß am Lernen zurückgegeben werden.